Was mich bewegt


Mich bewegt der Umgang mit Macht, insbesondere dort, wo Macht missbraucht, verschoben oder unsichtbar gemacht wird. Verantwortung und Gerechtigkeit sind für mich keine abstrakten Werte, sondern Voraussetzung für ein gesellschaftliches Miteinander, das tragen kann. 
Gleichzeitig interessiert mich gesellschaftlicher Wandel als gemeinsamer Lernprozess. Ich glaube daran, dass wir als Gesellschaft wachsen können, wenn wir uns komplexen Themen stellen und Herausforderungen nicht vorschnell als Bedrohung, sondern als Möglichkeit zur Weiterentwicklung begreifen. 
Konflikte verstehe ich dabei nicht als etwas Negatives, sondern als Spiegel: Sie zeigen, wo Aufmerksamkeit fehlt, wo Bedürfnisse ungehört geblieben sind oder wo Strukturen nicht mehr passen. Entscheidend ist für mich, wie wir mit diesen Spannungen umgehen – ob wir sie vermeiden oder als Anlass für Beziehungsgestaltung nutzen.
Mich interessiert, wie Beziehungen in Gesellschaft, Organisationen und Gruppen konstruktiv gestaltet werden können – und wie sehr unsere Wahrnehmung dabei von eigenen Filtern, Erfahrungen und Positionierungen geprägt ist. Diese Filter sichtbar zu machen, ist für mich ein zentraler Schritt hin zu mehr Verständigung und Verantwortungsübernahme.


Räume öffnen und halten

Ich fühle mich dazu berufen, Räume zu öffnen und Menschen miteinander zu verbinden. Räume zu öffnen, bedeutet für mich, Bedingungen zu schaffen, unter denen Menschen sich selbst und andere begegnen können, Perspektiven wechseln und eigene entwickeln können und wo sie wachsen können. Einen Raum zu halten heißt, Verantwortung für Struktur und Beziehung zu übernehmen. damit Austausch möglich bleibt, auch wenn Spannungen entstehen. In diesen Momenten begleite ich Menschen darin, eigene Handlungsspielräume zu erkennen und zu stärken. Besonders wichtig ist mir, Räume bewusst so zu gestalten, dass marginalisierte Personen, insbesondere Flinta*, geschützt und gestärkt werden können.